Akademische Feier zum 60er von Sprachwissenschafterin Ruth Wodak
Wednesday 29 Sep 2010 10:45 PM
Das Institut für Sprachwissenschaften der Universität Wien ehrte am 28.9. die Linguistin Ruth Wodak zu ihrem 60. Geburtstag, den diese bereits am 12. Juli gefeiert hat. Im Rahmen einer akademischen Feier haben renommierte Kollegen, Weggefährten und Schüler der Wissenschafterin eine Festschrift überreicht, die zahlreiche Beiträge zu Themen enthält, die eng mit Wodaks Forschung verbunden sind: Diskurs, Politik und Identität.
Einer breiten Öffentlichkeit wurde Wodak mit ihren Analysen von Sprache und Texten, etwa des politischen Diskurses in Österreich bekannt. Dabei untersuchte sie nicht nur Phänomene wie die Konstruktion nationaler und europäischer Identitäten oder Diskurse über Neutralität. Immer wieder entlarvte sie auch Rassismus, Antisemitismus, Frauen- und Fremdenfeindlichkeit - Vorurteile, gegen die sie mit aller akademischen Autorität und wissenschaftlichen Analysen ankämpfte.
Beides, die Hingabe zur Wissenschaft und der scharfe politische Geist, wurden der am 12. Juli 1950 in London geborenen Wodak in die Wiege gelegt. Ihre Mutter war Chemikerin, die an der Uni Wien studiert hatte, aber 1938 von den Nazis vertrieben wurde und ihr Doktorat erst in England abschließen konnte. Ihr Vater war engagierter Sozialdemokrat, der im Zweiten Weltkrieg britischer Soldat war und nach dem Krieg in den Diplomatischen Dienst Österreichs eintrat. So wuchs Wodak in verschiedenen Städten wie Belgrad, Paris, Moskau und Wien auf. Die Erzählungen über die Flucht ihrer Eltern, die 2008 Bernhard Kuschey in der Doppelbiographie "Die Wodaks - Exil und Rückkehr" (Braumüller Verlag) porträtiert hat, und eigene Erfahrungen etwa in Moskau prägten Wodak schon früh in ihrer Ablehnung von Totalitarismus jeglicher Art.
Mehr über Ruth Wodak und ihren spannenden Lebenslauf finden sich hier. Auch Fotos sind erhältlich.
Einer breiten Öffentlichkeit wurde Wodak mit ihren Analysen von Sprache und Texten, etwa des politischen Diskurses in Österreich bekannt. Dabei untersuchte sie nicht nur Phänomene wie die Konstruktion nationaler und europäischer Identitäten oder Diskurse über Neutralität. Immer wieder entlarvte sie auch Rassismus, Antisemitismus, Frauen- und Fremdenfeindlichkeit - Vorurteile, gegen die sie mit aller akademischen Autorität und wissenschaftlichen Analysen ankämpfte.
Beides, die Hingabe zur Wissenschaft und der scharfe politische Geist, wurden der am 12. Juli 1950 in London geborenen Wodak in die Wiege gelegt. Ihre Mutter war Chemikerin, die an der Uni Wien studiert hatte, aber 1938 von den Nazis vertrieben wurde und ihr Doktorat erst in England abschließen konnte. Ihr Vater war engagierter Sozialdemokrat, der im Zweiten Weltkrieg britischer Soldat war und nach dem Krieg in den Diplomatischen Dienst Österreichs eintrat. So wuchs Wodak in verschiedenen Städten wie Belgrad, Paris, Moskau und Wien auf. Die Erzählungen über die Flucht ihrer Eltern, die 2008 Bernhard Kuschey in der Doppelbiographie "Die Wodaks - Exil und Rückkehr" (Braumüller Verlag) porträtiert hat, und eigene Erfahrungen etwa in Moskau prägten Wodak schon früh in ihrer Ablehnung von Totalitarismus jeglicher Art.
Mehr über Ruth Wodak und ihren spannenden Lebenslauf finden sich hier. Auch Fotos sind erhältlich.